SafetyBox

Sicherheitskapsel für Flugzeuge

Mit dem Kooperationsprojekt „SafetyBox“ setzen sich die Unternehmen Silence Aircraft GmbH, Autoflug GmbH, Flight Design GmbH und Titan Präcis Metallurgie GmbH sowie das Faserinstitut Bremen (FIBRE) und die Universität Bremen zum Ziel, eine Sicherheitszelle für kleine manntragende Flugzeuge mit bis zu 1.200 kg maximaler Abflugmasse zu entwickeln. Das Projekt wird über zwei Jahre aus Mitteln des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert und hat ein Fördervolumen von etwa 1,5 Mio. Euro. Ein entsprechender Antrag wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Juli 2013 bewilligt.

Eine Sicherheitszelle soll im Falle eines Aufpralls oder Entstehung eines Brandes die Wahrscheinlichkeit schwerer Verletzungen oder von Todesfällen deutlich reduzieren. In der Formel 1 ist das Konzept der Sicherheitszelle bereits Standard, wodurch die Zahl der schweren Verletzungen drastisch reduziert werden konnte. Im Vergleich dazu ist im Flugzeugbau eine derartige Sicherheitszelle eine vollkommene Neuheit.

Die Anforderungen an die Konstruktion in einem Flugzeug sind auf Grund der sehr unterschiedlichen Crashbedingungen grundsätzlich anders, was eine vollkommen neue Auslegung der Safety-Box notwendig macht. Der in Kleinflugzeugen vorhandene Raum, in den eine Sicherheitszelle eingebracht werden kann, ist begrenzt. Die Herausforderung besteht darin, die energieabsorbierenden Elemente so zu konstruieren, dass sie trotz begrenzter räumlicher Möglichkeiten die gewünschte funktionale Wirkung aufweisen. Weiterhin gilt es, die Safety-Box so zu gestalten, dass eine einfache Übertragbarkeit auf andere Flugzeugmuster gewährleistet ist. Die Safety-Box soll in Monocoque-Bauweise für bemannte Kleinfluggeräte ausgeführt werden. Monocoque (Französisch für "einschalig" oder einkörperig) ist eine Konstruktionstechnik, in der die Außenhaut die tragende Struktur bildet und die meisten angreifenden Kräfte aufnimmt.

Innerhalb des Projektes ist es darüber hinaus das Ziel, alle Komponenten des Cockpits in einem gesamtheitlichen Sicherheitskonzept zu vereinen. Bisher erfolgte nur eine sicherheitstechnische Optimierung einzelner Komponenten (Sitz, Rückhaltesystem, Flugzeugstruktur, etc.) separat. In unserem F&E-Vorhaben wird erstmals ein gesamtheitliches Sicherheitskonzept entwickelt, welches zu einem deutlich verbesserten Insassenschutz führen wird.

Projektpartner

Förderung